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Was leistet die gesetzliche Krankenversicherung ?


Inzwischen ist es in Deutschland fast ein Hobby geworden auf die gesetzliche Krankenversicherung und deren Leistungen zu schimpfen. Wenn man diese Leistungen allerdings einmal mit vielen anderen Ländern vergleicht und dabei auch den jeweiligen medizinischen Standard betrachtet, kommt man objektiv gesehen sicherlich häufig zu dem Schluss, dass das, was die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland leistet, oftmals besser als vermutet ist. Dabei ist besonders die Leistungsbreite positiv zu erwähnen. Bevor man sich also an der Diskussion über die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung ernsthaft beteiligen kann, sollte man natürlich darüber informiert sein, welche Kosten diese überhaupt erstattet und für welche Bereiche aus dem Gesundheitswesen Leistungen erbracht werden.

Das Basisziel ist, die Versorgung der Bevölkerung im medizinischen Bereich zu übernehmen


Das Basisziel der gesetzlichen Krankenversicherung besteht natürlich darin, die Versorgung der Bevölkerung im medizinischen Bereich zu übernehmen. In Deutschland soll es nicht wie beispielsweise in den USA der Fall sein, dass sich viele Menschen gar keine Krankenversicherung leisten können und im Krankheitsfall völlig auf sich alleine gestellt sind. Das Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenversicherung reicht von der Kostenerstattung für Behandlungen, über Erstattung der Kosten für Vorsorgeuntersuchungen bis hin zur Stellung einer Haushaltshilfe oder der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Ein positiver Aspekt für den Versicherten ist auf jeden Fall zunächst schon einmal die Tatsache, dass in Deutschland freie Arztwahl besteht.

Der gesetzlich Versicherte hat also die Möglichkeit, sich seinen Hausarzt bzw. einen Facharzt selber auszusuchen. Das geht allerdings nur, wenn dieser auch mit der gesetzlichen Krankenkasse zusammen arbeitet, denn einige Ärzte haben sich auf Privatpatienten spezialisiert oder sind im Bereich der Heilpraktik bzw. der Homöopathie tätig. Diese beiden Behandlungsarten werden bisher von der gesetzlichen Krankenversicherung noch nicht übernommen. Die am häufigsten in Anspruch genommene Leistung im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung besteht aus der Erstattung von Behandlungskosten, seien es ambulante Behandlungen, stationäre Behandlungskosten oder Kosten für eine Zahnarztbehandlung. Im letzteren Bereich gibt es allerdings insoweit schon erste Einschränkungen, dass Kosten für Zahnersatz nur noch bis zu maximal 65 Prozent erstattet werden und auch nur die "einfachsten" Materialien verwendet werden dürfen. Möchte der Versicherte einen umfangreicheren Schutz haben, ist in diesem Fall der Abschluss einer privaten Zahnzusatzversicherung zu empfehlen. Wenn man mit Hund in Urlaub fährt, braucht man auch eine gute Versicherung.

Einschränkungen im Bereich der stationären Behandlung


Auch im Bereich der stationären Behandlung muss der Patient im Gegensatz zur Privatversicherten einige Einschränkungen in Kauf nehmen, die zwar aus medizinischer Sicht keinen Nachteil bedeutet, allerdings aus menschlicher Sicht schon die "Stimmung des Patienten negativ beeinflussen können. Im Gegensatz zum Privatpatienten (siehe auch bei private Krankenversicherungen) hat der "Kassenpatient" weder Anspruch auf eine Chefarztbehandlung noch ein Ein- oder Zweibettzimmer. Leider sehen manche Krankenhauszimmer heute inzwischen eher wie Kasernen aus, da dort mitunter bis zu acht Betten in einem Raum untergebracht sind. Neben den Behandlungskosten übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung selbstverständlich alle anfallenden Kosten für Verbandsmittel und verschreibungspflichtige Medikamente, hier allerdings auch mit der Einschränkung, dass der Patient einen Eigenanteil je nach Arzneimittel von bis zu 10 Euro zahlen muss. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt nicht nur die Kosten, wenn bereits eine Krankheit vorhanden ist, sondern auch für Vorsorgeuntersuchungen, Präventivmaßnahmen wie z.B. Gesundheitskurse oder auch Schutzimpfungen für bestimmte Infektionen.

Erstattung von Sehhilfen oder Hörgeräten

Neben der Kostenübernahme für Behandlungen oder Medikamente bietet die gesetzliche Krankenversicherung noch andere Leistungen an wie beispielsweise die zumindest anteilige Erstattung von Sehhilfen oder Hörgeräten. Zudem werden im Fall von vorübergehender Krankheit unter Umständen auch Krankenpfleger bzw. Haushaltshilfen bestellt, wenn der Patient sich momentan Zuhause nicht selber versorgen kann. Diese übernehmen beispielsweise die tägliche Grundversorgung oder das Einkaufen und die Haushaltsführung. Eine im Grunde existenzsichernde Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung ist auch die Übernahme der Lohnfortzahlung ab der siebten Krankheitswoche. Da die meisten Arbeitgeber die Zahlung des Arbeitslohnes nach sechs Wochen nicht mehr fortführen, wird dieses in der Folgezeit von der Krankenversicherung übernommen. Dieses "Lohnersatzgeld" beträgt 70 Prozent des letzten Bruttolohnes, allerdings wird dieses von der Krankenkasse für einen Höchstzeitraum von 78 Monaten gezahlt. Ist der Versicherte nach dieser Zeit immer noch arbeitsunfähig, sollte über den Antrag auf Berufsunfähigkeit nachgedacht werden.